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Charaka-Samhita

 Die erste Samhita verfasste Maharishi Charaka vor etwa 2500 Jahren, eine Textsammlung die allgemein der Inneren Medizin zugehörig erachtet wird.

Bei genauer Betrachtung erweist sich die Charaka-Samhita aber als Grundlagenwerk, in dem die vedischen Erkenntnisse umfassend und komprimiert wiedergegeben werden.

Die Sutren (Verse) enthalten inhaltlich und in ihrer Klangstruktur konzentriertes Wissen, das entfaltet werden muss, vergleichbar einem genetischen Code, der in abstrakter Anordnung von Atomen und Molekülen, die gesamte Information des Lebens enthält und den menschlichen Organismus bei seiner Entwicklung schrittweise entfaltet.

Es ist ein Prinzip, das allen vedischen Texten zugrunde liegt.

Schon ein Buchstabe enthält den Klang des Lebens, die Silben, Wort und Verse drücken Naturgesetze aus, die mit wiederholter Beschäftigung immer wieder neues Wissen freigeben, entsprechend dem Bewusstsein und der Erfahrung des Studierenden und seiner persönlichen Entwicklung. Man sagt daher: den vollen Wahrheitsgehalt vedischer Texte kann nur ein vedischer Seher selbst, ein Rishi oder Maharishi erkennen und erläutern.

Das Studium der vedischen Literatur ist daher ohne Anleitung und Interpretationshilfe oft fehlleitend, da seine Sprache, das Sanskrit, oft vielfältige Interpretation ermöglicht. Dennoch bieten die übersetzten Standardwerke des Ayurveda dem Studierenden ein Fülle von Wissen und Informationen, wenngleich die Übersetzungen – in der Regel ins Englische- stellenweise verbesserungswürdig sind. 

(Auszug aus "E.Schrott: Ayurveda- kurz und bündig. Haug-Verlag")

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sushruta-Samhita

Etwa zeitgleich schrieb Maharishi Sushruta die zweite bedeutende Samhita. Sie befasst sich neben grundlegenden Lehrinhalten, wie sie auch in der Charaka-Samhita beschrieben werden, vor allem mit der Anatomie und Chirurgie. Hier werden zum Teil erstaunliche Operationstechniken beschrieben, etwa die Operation des Grauen Stares, das Einrichten von Brüchen oder die plastische Chirurgie an Nase und Haut. Sushruta verfügte über ein Arsenal von über einhundert Operationsinstrumenten und beschrieb über siebzig Methoden eine Wunde zu schließen.

 

Die Vagbhatta-Samhita

Das dritte große Standardwerk wurde von dem Gelehrten Vagbhatta einige Jahrhunderte später verfasst. Die Asthangahridaya-Samhita ist eine Synthese aus den beiden ersten Samhitas.

 

Weitere Werke

Sechs weitere, kleinere Bücher, die in der Folgezeit geschrieben wurden, befassen sich konkreter mit verschiedenen Teilaspekten der ayurvedischen Medizin, wie der Beschreibung von Ursache und Therapie verschiedener Krankheiten und vervollständigen so das schriftliche Lehrmaterial des Ayurveda. Darüber hinaus gibt es eine zahlreiche, weitere ayurvedischer Texte, man schätzt ihre Gesamtzahl auf etwa zweitausend. Nur die wenigsten davon sind bisher in europäische Sprachen übersetzt worden. Viele, oft noch als Handschrift erhalten, sind in Privatbesitz von Familien, die seit vielen Jahrhunderten die ayurvedische Heilkunde praktizieren, die Mehrzahl aber befindet sich in Bibliotheken.

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