Startseite | Wir über uns | Newsletter | Kontakt | AGB | Impressum | Datenschutz
Suchen & Finden  

Internationales Symposium "Pro Natur"

Asthma bronchiale – heilbar mit ayurvedischen Therapieverfahren?

Dr. Karin Pirc


Vortrag anlässlich des 1 . Internationalen Symposium ,Medizin pro Natur’
Baden-Baden, 14.-15. Juni 2008

Ayurveda – ein ganzheitliches Gesundheits- und Heilsystem

Die Erkenntnisse und Empfehlungen des Ayurveda entstammen einem seit Jahrtausenden bewährten, ganzheitlichen Gesundheitssystem, das grundsätzlich alle Aspekte des Menschen ins Gleichgewicht zu bringen versucht. Körper und Geist bilden dabei eine untrennbare Einheit, so dass die Seele oder Gemütsverfassung des Einzelnen ebenso wichtig ist, wie sein körperlicher Gesundheitszustand.
Von der Tiefe her verstanden ist es das Wissen um die Naturgesetze selbst, das richtig angewendet in unseren Breitengraden genauso gültig ist, wie im fernen Osten.

Die individuelle Therapie balanciert die grundlegenden Facetten des Lebens

Für die individuelle Therapie nutzt der Ayurveda immer möglichst viele Aspekte des Lebens, um das Gleichgewicht eines Menschen zu bewahren oder wieder herzustellen, wobei die Prävention ursprünglich der eigentliche Schwerpunkt war und der kurative Aspekt erst an zweiter Stelle stand. Die verschiedenen Heilverfahren des Ayurveda sind dabei so vielfältig wie das Leben selbst und werden grundsätzlich individuell auf die Konstellation des einzelnen Patienten abgestimmt.

Die Untersuchungsgrundlage bilden dabei die drei Doshas, drei den Stoffwechsel steuernde Grundkräfte, Vata, Pitta und Kapha, die die Einheit aller körperlich-geistigen Vorgänge kontrollieren. Sie werden dabei als so grundlegend angesehen, dass sie von der Basis des Quantenfelds aus Psyche und Körper aus sich heraus hervorbringen und ohne Unterlass steuern. Dabei stehen die drei Doshas in einem ständigen Wechselspiel miteinander, sie erzeugen die verschiedenen transformierenden Vorgänge in Körper und Geist sowie im Stoffwechsel, ebenso wie die Fähigkeit zur Selbstregeneration und Homöostase des Organismus.

Vata ist dabei das subtilste dieser Steuerungskräfte, das alle Nervenimpulse und Bewegungsabläufe innerhalb des Körpers steuert – seine Übersteuerung zieht vielfältige Symptome einer Stressbelastung und eine gestörte Immunlage nach sich.

Pitta ist die Transformations- und Stoffwechselkraft des Organismus, die überschießend zu Wärmeproduktion sowie allen Arten von Entzündungen führt.

Kapha ist die Basis von Körpermasse, Muskeln und Fettgewebe, ebenso wie von Flüssigkeits- und Mukusproduktion an den Schleimhäuten.

Jede Gesundheitsstörung wird vom Ayurveda-Arzt nach Anteil und Beteiligung dieser drei Doshas sorgfältig klassifiziert und darauf abgestimmt auch die passenden Behandlungsweisen verordnet. Dabei achtet der Arzt darauf, diejenigen Doshas, die im Übermaß vorhanden sind, zu reduzieren und umgekehrt, einen Mangel durch Hinzufügen des Fehlenden auszugleichen, um Körper und Geist wieder in ein stabiles Gleichgewicht zurückzuführen.

Synergie und Kombination von Heilpflanzen

In der ayurvedischen Medizin werden fast immer Kombinationen verschiedener Heilpflanzen verabreicht, um so nicht nur ein Verschwinden der Gesundheitsstörung zu erreichen, sondern ein möglichst dauerhaftes neues Gleichgewicht von Körper und Geist herzustellen. Dadurch ist es möglich, bei entsprechender Compliance des Patienten auch chronische Krankheiten relativ einfach und erfolgreich zu behandeln zu bessern und häufig auch ganz und dauerhaft auszuheilen.

So wurden in einer holländischen Pilotstudie 127 Personen über drei Monate mit ayurvedischen Phytopharmaka behandelt, die durchschnittlich 17 Jahre an verschiedenen chronischen Erkrankungen gelitten hatten und in dem kurzen Untersuchungszeitraum je nach Krankheitsbild eine Verbesserung zwischen 53 und 100% aufwiesen.

Einen Hinweis auf die gute Therapierbarkeit des Asthma bronchiale gibt bereits diese Studie, bei der es gelang, Bronchialasthma innerhalb von drei Monaten um 78% und chronische Bronchitis um 71% zu reduzieren.

In der ärztlichen Praxis ist es bei der ayurvedischen Therapie unabdingbar, die Beteiligung der drei Doshas im einzelnen Krankheitsfall zu analysieren und ihre Störfaktoren bei verschiedenen Asthmaformen und beim jeweiligen Patienten zu ermitteln. Darauf aufbauend wählt der Arzt die richtigen Heilmittel sowie die richtigen Empfehlungen zur Ausleitung von Stoffwechselrückständen aus und stimmt die notwendigen Ernährungsempfehlungen darauf ab, um auf dieser Grundlage einen entsprechenden Heilerfolg erreichen zu können.

Ein Asthma bronchiale mit einer starken Kapha-Komponente zeigt viel weißlichen, viskösen bzw. schwer abhustbaren Schleim, während das typische Infektasthma mit gelblichem oder grünlichem Bronchialsekret auch zusätzlich eine Pitta-Komponente aufweist. Ein Anstrengungsasthma bzw. ein Asthma, das durch seelische Belastung ausgelöst oder verschlimmert wird und kein Bronchialsekret aufweist, ist ein Vata-Asthma; Das allergische oder saisonale Asthma – häufig verbunde mit einer Pollinosis – ist je nach Doshatyp des Patienten eine Mischung von Vata-und Kapha-Störung, je nachdem, ob bei ihm als Ursache eher Stoffwechselrückstände (Kapha) zugrunde liegen oder es durch eine überschießende Immunantwort (Vata) oder einer Kombination von beiden ausgelöst wird.

Komplexe therapeutische Strategie erhöht den Heilungserfolg

In der ayurvedischen Therapie werden die Wirkungen der ausgewählten Heilpflanzen immer durch weitere Maßnahmen unterstützt, die die Doshas auszugleichen helfen und auch helfen neue Belastungen des Organismus zu reduzieren. So werden Patienten bei Kapha-betonten Erkrankungen empfohlen, tierische Eiweiße, wie Fleisch, Fisch aber auch Milchprodukte und vor allem Sauermilchprodukte wie Joghurt, und Käse zu reduzieren und sie beim Abendessen total zu meiden, bis es den Atemwegen wieder gut geht.

Je schwerer die jeweilige Erkrankung ist und je länger sie besteht, desto intensiver muss die Umstimmung ausfallen, will man einen dauerhaften Heilerfolg erzielen. Zu diesen Maßnahmen gehören vor allem eine die Doshas ausgleichende Ernährung, Empfehlungen zur Regulierung des Schlafrhythmus und der Tagesroutine, abgestimmt auf das jeweilige Krankheitsbild auch Yoga- und Atemübungen, Meditation, genauso wie spezielle Empfehlungen zu sportlichen Aktivitäten.

Je reaktionsfreudiger der Organismus ist, desto schneller können die Phytotherapeutika ihre umstimmende Wirkung entfalten. Zu diesem Zweck empfiehlt der Ayurveda häufig auch für zu Hause Halbfastenkuren oder regelmäßige Heilfastentage und /oder die systematische Mobilisierung und intensive Ausleitung von Stoffwechseltoxinen mit Hilfe von Panchakarma, der tiefgreifenden, klassischen Ayurveda-Kurbehandlung, die umweltbedingte und stoffwechseleigene Toxine wirkungsvoll aus ihrer Verankerung in den Geweben schleust.

 

Startseite | Wir über uns | Newsletter | Kontakt | AGB | Impressum | Datenschutz